URWALDSTIEG AM BROCKENBETT
Erbaut 2005 durch die Nationalparkverwaltung Harz

Wer Urwald liest, denkt zumeist an einen afrikanischen Busch mit Schlingpflanzen und wilden Tieren. Doch beim hiesigen Urwaldstieg handelt es sich um einen urwüchsigen Wald, der von Menschen unberührt und unbewirtschaftet bleibt. Der Kreislauf von Leben und Vergehen ist hier geschlossen. Alle seine Entwicklungsstadien sind zu erkennen, so zum Beispiel junge Fichten, die als Sämlinge auf dem vermodernden Holz der vorangegangenen Baumgeneration gedeihen.

Die Kraft der Natur wurde in früheren Zeiten oftmals umgedeutet. Unsere Vorfahren vermuteten Geister und andere rätselhafte Erscheinungen im dunklen Walde. Hinter der grünen Undurchdringbarkeit und absterbenden Fichten erblickten sie bedrohliche Gestalten, die Monstern, Bestien und Kobolden glichen. Ängstlichkeit schafft Fabeln und Mythen. Kein Wunder also, dass der Harz schon früh als sagenumwoben galt.

In dieser Tradition geleiten Verse von Bernd Wolff den Betrachter entlang des zweihundert Meter langen Weges.

Ich beging den Stieg mit dem Camcorder und unterlegte den Zusammenschnitt mit der Musik von Sebastian und Rolf. Ihr spannungsgeladener Sound verwandelt den ansonsten harmlosen Pfad in eine magische Gamer-Szenerie ... doch im Unterschied dazu muss man sich vor den plötzlich auftauchenden Baumgewüchsen und Verstafeln nicht fürchten.

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