Verknüpft man den Brocken mit Personen der Neuzeit, fallen stets zwei Namen:

Brockenwirt Hans Steinhoff und „Brocken-Benno“

Hans Steinhoff nutzte nach der Brockenöffnung die Gunst des Augenblicks, die sich für ihn als Gastronom bot: Der Küchenchef des damaligen FDGB-Heimes „Hermann Duncker“ in Schierke beantragte eine Konzession – und eröffnete im alten Brockenbahnhof einen Kiosk. Die erste Kreation auf dem „Berg der Deutschen“ war Leitungswasser mit Himbeersirup, der große Renner wurde Erbensuppe mit Bockwurst. Steinhoff blieb als Brockenwirt konkurrenzlos. Nach Wiederinbetriebnahme der Brockenbahn schuf er in exklusiver Gipfellage im einstigen Fernsehturm (übrigens dem ältesten der Welt) ein Hotel mit 48 Betten sowie mit der Hexenklause und dem großen Touristensaal zwei weitere Gastronomiebetriebe. Das florierende Geschäft wurde abgerundet von zwei Hotels und einem Cafe in Schierke. Doch Steinhoff lag stets auch das Wohl der gesamten Harzregion am Herzen. Prägend seine Brocken-Stammtische mit Landespolitikern aus West und Ost, hiesigen Gemeindevertretern und Unternehmern. Anfang Juni starb der gebürtige Schierker im Alter von 72 Jahren nach längerer Krankheit.

Hingegen erfreut sich der 84jährige Brocken-Benno aus Wernigerode bester Gesundheit. Für den 3.Oktober 2016 peilt der rüstige Brockenpilger den 8000sten Aufstieg an, wie er mir unlängst in einem Gespräch verriet. Wir trafen uns unterhalb des Brockenplateaus am "Knochenbrecher." Benno Schmidt, so der volle Name, genießt bemerkenswerte Popularität. Sobald ihn Wanderfreunde bei seiner täglichen Tour bemerken, wird er wie ein Popstar gefeiert - insbesondere von weiblichen Fans! Es verwundert daher nicht, dass mittlerweile eigene Autogrammkarten zu seiner Ausrüstung gehören. c/Juni 2016

(zum Interview bitte Foto anklicken
ca.6 Min. - 100 MB)

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