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Lupo, der Wolf, bewegt wieder deutschen Boden unter den Pfoten. Sehr zur Freude von Artenschützern streunen mittlerweile etwa 50 Isegrims durch Wald und Heide. Dagegen erheben Gegner der Einwanderungswelle ihre mahnende Stimme: das Nebeneinander von Mensch und Wolf wird nicht konfliktfrei ablaufen. Wer mal einer Wildschwein-Rotte in den Weg trat oder einem kapitalen Hirsch in der Brunft begegnete, wird den gewaltigen Adralinschub nicht so schnell vergessen. Ein Aufeinandertreffen mit dem Raubtier Wolf dürfte noch ganz andere Körperarien auslösen. Sicher sind die genannten Konstellationen für den Normalo ebenso selten wie ein Biss einer Kreuzotter. Doch möglich ist alles.

Wenn zwei Wölfe bei Vollmund heulen, mutiert der Angsthase zum Werwolf. Er sendet Signale und erinnert an die qualvollen Ängste unsere Ahnen. Sie schlugen Isegrim einst ans Kreuz der Inquisition, nachdem die Unschuldsvermutung von der Beweislage widerlegt worden war. Es reichte allein schon der Hinweis auf Rotkäppchen und den bösen Wolf. Fraß er nicht erst die Großmutter und anschließend Kreide? In der miesen Absicht, auch noch der Enkeltochter an die Innereien zu gehen.

Szenenwechsel. Westlich von Braunlage ist ... nein, keine Schutzhütte gegen Wolfsangriffe gebaut worden, wie mir jemand am 1.April stecken wollte... sondern ein Mythenweg entstanden. Mythen sind in der Kategorie Sagen und Märchen verankert und gehören zum Kulturgut der Menschen. Auf zwei Stationen des Mythenweges wird über die Beziehung Mensch-Wolf sinniert. Wer ist nun der Bösere? Der Sage nach ging das Rennen unentschieden aus und am Ende wurde eine friedliche Koexistenz vereinbart.

Wer’s nicht glauben mag, schaue sich das Video an! ----- A.Zierer c/Juni 2015

ISEGRIM - ein gefährlicher Einwanderer?
Video "Der Wolfsbrunnen"