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HANS-PETER BORCHERS
- erfolgreicher Rennrodler -
Beheimatet waren die Rodelsportler im einheimischen WinterSportVerein. Dreimal errangen WSV-Rodelsportler eine Deutsche Meisterschaft: 1928 Vater und Sohn Rosenbusch im Herren-Doppelsitzer (klick), 1958 Otto-Bernd Hoppe (klick) den Titel bei den Junioren im Einzelsitzer.

Hans-Peter Borchers, der Dritte im Bunde, ist gleichzeitig der Erfolgreichste. Er gewann 1964 ebenfalls den Juniorentitel - und darüber hinaus zweimal die deutsche Meisterschaft im Doppelsitzer. Weitere Höhepunkte waren seine Starts bei Europa- und Weltmeisterschaften. Bei der EM 1966 in Iglis (Österreich) erreichte Hans-Peter im Einzelsitzer einen respektablen 5.Platz. Daneben gelangen ihm noch zahlreiche Erfolge auf nationaler Ebene.

In meinem Video erinnert sich der gebürtige Braunlager an die erfolgreiche Zeit in den 60er Jahren zurück. Seine spannenden Erinnerungen ergänzt sein ehemaliger Partner im Doppelsitzer Bogdan Neu. Dabei kam Bogdan eher zufällig zum Rodelsport; ursprünglich favorisierte er in jungen Jahren die Nordischen Disziplinen.

Beide waren zudem vielseitig talentierte Sportler. Hans-Peter spielte erfolgreich Tischtennis. Bogdan bevorzugte mehr den Fußballsport und kickte während seiner Bundeswehrzeit eine Saison in der Verbandsliga. Kondition zeigte Bogdan auch beruflich: erst nach Vollendung des 70. Lebensjahres verabschiedete sich der städtische Bauamtsleiter vom aktiven Dienst.

Schon in der Pionierzeit des Wintersports um 1900 wurde neben Skifahren auch das Rodeln populär und zur sportlichen Disziplin. Am Anfang trugen die Rodler ihre Rennen auf Naturbahnen in ihrer ursprünglichen Form aus, meist auf abfallenden Waldwegen mit naturbelassenen hohen Schneewänden im Kurvenbereich. Bereits um 1910 begann man Kunstbahnen anzulegen, also auf natürlichen Strecken die Kurven zu erhöhen, die Strecke zu vereisen und die Geraden mit Schneebanden zu begrenzen. Ab Mitte der 60er Jahre wechselte das Geschehen vermehrt auf künstlich angelegte Bob- und Rodeleisbahnen. Im Eiskanal erhöhten sich die Geschwindigkeiten enorm und die Fahrer hatten ganz neue Herausforderungen zu meistern. Nur der Start blieb unverändert: durch kurze Schläge mit den Händen auf das Eis -sogenannte Paddelschläge- wird der Schlitten beschleunigt, wobei der Fahrer so flach wie möglich auf dem Rücken liegt und durch Beindruck und Verlagerung des Oberkörpers lenkt.

Auch in Braunlage blickt der Rennrodelsport auf eine lange Tradition zurück. Schon früh schuf die Stadt Braunlage am Südhang des Wurmbergs eine beachtliche Rodelbahn. Vom Start am Rodelhaus ging es über eine Länge von 1600m zum Ziel an der Verlobungswiese. Das Ende von sportlichen Rennen auf der Braunlager Rodelbahn begann mit Aufkommen von Kunsteisbahnen Mitte der 60er Jahre.

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Foto WSV-Rodelmannschaft 1957 klick