Pandemiebedingt startete die Fußball-Europameisterschaft 2020 im Juni 2021 mit einjähriger Verspätung. Und das auch nur mit umfangreichen Be- und Einschränkungen.

Unter einem ganz anderen Stern stand die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland, bis heute im Bewusstsein vieler als "Sommermärchen" in guter Erinnerung verankert. Das lag jedoch nicht nur am erfrischenden Spiel der deutschen Mannschaft. Da die Nachfrage nach Stadionkarten das Kontingent bei weitem überstieg, etablierte sich allüberall im Lande auf öffentlichen Plätzen eine neue Form der Teilnahme: das „Public Viewing“. Tausende von Fußballfans - zumeist bunt kostümiert und bemalt - verfolgten das sportliche Großereignis erstmals live auf riesigen Videowänden. Das Massenphänomen "kollektives Fußball-Gucken" löste eine gewaltige Begeisterungswelle aus - die "Notlösung" entwickelte sich schnell zum kreativen Fanfest. Zur Überraschung der Gesetzeshüter ging es auf den Partyzonen und Fanmeilen friedlich-zivilisiert zu, die gemeinsame Euphorie verband Fans und fröhlich Feiernde in schöner Eintracht. Seitdem ist das "Public Viewing" fester Bestandsteil bei vielen TV-Großveranstaltungen.

Bei anhaltend sommerlichem Wetter drängten sich seinerzeit auch unzählige Fans auf dem Marktplatz in Braunlage dicht aneinander. Für mich ein günstiger Anlass, die Stimmung beim Halbfinale zwischen Deutschland und Italien auf Video zu bannen. Mit heutigen Augen betrachtet ein interessantes Zeitdokumentitdokument.

Sommermärchen 2006
HD-Video - Laufzeit 10.30 Min.
zurück