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BLOG
Die Rubrik „BLOG“ ersetzt im Internet-Zeitalter mehr und mehr das nachbarliche „Schwätzchen“ über den berühmten Gartenzaun. Hier wie da teilt man Neuigkeiten mit, fabuliert über Erleuchtungen, verabreicht An- und Einsichten oder tratscht ganz ungeniert über Banalitäten. Dank WorldWideWeb ist dieser "Zaun" weltumfassend geworden, dennoch beschränkt sich der Fokus meiner Betrachtungen überwiegend auf meine Heimatstadt. Manche Zeitgenossen finden solche Selbstbetrachtungen in aller Öffentlickeit überflüssig oder gar „schamlos“, andere wiederum lesen sie mit Freude und Neugier...ganz wie im richtigen Leben!! (Anmerkung: Wer hier namentlich nicht genannt werden möchte, sage mit bitte kurz Bescheid)
(ältere Beiträge siehe unter ARCHIV)
In eigener Sache
Nachdem meine ältere Software zur Erstellung meiner Webseiten in die Jahre gekommen ist, kann aufgrund technischer Probleme durchaus der Fall eintreten, dass eine Aktualisierung nicht mehr vorgenommen werden kann. Erkennbar daran, dass die Titelseite über einen längeren Zeitraum (2-3 Monate) unverändert bliebe. Dieses könnte natürlich auch eintreten, wenn persönliche Gründe vorliegen.
Meine Webpräsenz würde fortan als Archiv weiterbestehen. Zumindest so lange, wie jemand beim Provider (zu deutsch Netzanbieter)für die monatlichen Unkosten aufkommt...
Begonnen habe ich übrigens 2007. Seitdem versuche ich meine Besucher mit unterschiedlichen Beiträgen zu unterhalten und ein wenig Freude zu bereiten - kostenlos und ohne Werbung. Gern nehme ich an dieser Stelle die Gelegenheit wahr, allen meinen treuen oder gelegentlichen Nutzern für ihr Interesse herzlich zu danken.
Hingucker
Das Sommermärchen
Aus Anlass der WM 2026 in USA, Mexiko und Kanada erinnere ich an dieser Stelle gern auf die Fußball WM 2006 in Deutschland.
Das Ereignis ist bis heute im Bewusstsein vieler als "Sommermärchen" in guter Erinnerung verankert. Das lag jedoch nicht nur am erfrischenden Spiel der deutschen Mannschaft. Da die Nachfrage nach Stadionkarten das Kontingent bei weitem überstieg, etablierte sich allüberall im Lande auf öffentlichen Plätzen eine neue Form der Anteilnahme an einem identitätsstiftenden Großereignis: das „Public Viewing“.
Erstmals verfolgten tausende gleichgesinnter Fußballfans - zumeist bunt kostümiert und bemalt - das sportliche Event live auf riesigen Videowänden. Und das auch noch gratis. Das Massenphänomen "kollektives Fußball-Gucken" löste eine gewaltige Begeisterungswelle aus. Und so entwickelte sich die einstige "Notlösung" schnell zum kreativen Standard. Zur Überraschung vieler Gesetzeshüter ging und geht es auf den Fanmeilen friedlich-zivilisiert zu. "Public Viewing" verbindet Fußballfans und fröhlich Feiernde in sch
öner Eintracht.
Bei anhaltend sommerlichem Wetter und Temperaturen weit über 30 Grad drängten sich 2006 ebenfalls unzählige Fans auf dem Marktplatz in Braunlage dicht aneinander. Für mich ein schöner Anlass, die tolle Stimmung beim Halbfinale zwischen Deutschland und Italien auf Video zu verewigen. Inzwischen ein interessantes Zeitdokument ...-----------------------------------------------HD-Video - Laufzeit 10.30 Min. c/2006
Johann Georg von Langen
Als der Oberjägermeister am 25.Mai 1776 in Kopenhagen starb, ging ein rastloses und äußerst erfolgreiches Leben zu Ende. Geboren am 23.3.1669 in Oberstadt (Thüringen) und ausgebildet in Blankenburg (Harz) galt der Oberjägermeister schon bald als h
erausragender Experte im Jagd- und Forstwesen. Er setzte hierbei früh auf Nachhaltigkeit sprich einer geregelten Forstwirtschaft. Ende 1748 erhielt er den Auftrag, den ersten Kartoffelanbau im Oberharzer Örtchen Braunlage zu versuchen. Dessen Bevölkerung litt nach einer langen Krise speziell im Bergbau unter Hungersnöten. Das Knollengewächs sollte helfen, die Grundversorgung zu sichern. Doch der ausgewählte Forstort Brandhai erwies sich aus unterschiedlichen Gründen als Flop. Mehr darüber ist im Dossier von Rolf Lüer nachzulesen klick oder hier im HD-VIDEO (Lfzt. 5:50 Min.c/2017
Von Langen, welcher stets von seinem jüngen Bruder Franz Philipp begleitet wurde, engagierte sich indes erfolgreich in anderen Ländern. So betrieb er in Norwegen und Dänemark den Aufbau des Forstwesens. Ferner erwarb er sich hierzulande als Wirtschaftsreformer große Achtung, gründete Torfwerke und Glashütten und initiierte die Fürstenberger Porzellanmanufaktur. Dies tat er mit hoher sozialer Kompetenz. Auf seine Initiative hin entstanden Arbeitersiedlungen und eine Armenkasse, darüber hinaus die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. 1776 verstarb der unermüdlich Schaffende in Kopenhagen. Viele Ortschaften wie Treseburg, Boffzen oder Oberstadt ehrten im Laufe der Zeit den Verstorbenen voller Respekt mit Gedenkstätten.
So auch Braunlage - trotz der anfänglichen Pleiten. Vielleicht wurden aus diesem Grund gleich drei Denkmäler aufgestellt: im Brandhai, an der Steinklippe in der Kollie und im Steinfeld. Und auch eine Straße trägt hier seit 1952 seinen Namen. Zu seinem 250. Todestag am 25.Mai 2026 eröffnete das hiesige Heimatmuseum eine Ausstellung über die geniale Persönlichkeit.
Der Glücklose
Wie oft fällt der Spruch: „Da hast du aber Glück gehabt!“ Gemeint ist hier das zufällige Glück in einer Situation, die auch anders hätte ausgehen können.
Glück zu haben zeigt sich - je nach Betrachtung - schon mit der Geburt. Denn nicht jedem ist ein komfortabler Start ins Leben vergönnt. Beispielsweise in Armut aufzuwachsen statt in wirtschaftlich guten Verhältnissen, ist einfach nachteilig. Andererseits besagen psychologische Studien, dass es für die Bestimmung von Glück eine Formel gibt: 50 % hängen von den Genen ab, 40% von den eigenen Aktivitäten und lediglich 10% von den Lebensumständen. Langfristiges Glück fällt demnach jenen zu, welche einen Sinn im eigenen Handeln sehen, sich anstrengen und darüber hinaus grundsätzlich mit sich und ihrem Leben zufrieden sind. Kann man so akzeptieren.
Leider besitzt Glück noch eine weitere Komponente: die Launenhaftigkeit! Glückliche Lebensumstände ändern sich oftmals
ins Gegenteil. Ohne eigenes Zutun - einfach so! --
Von einem solchen Menschen erzählt mein Hörspiel. -- Wiederum mit Robert Redfords deutscher Synchronstimme "Christian Schult" als Erzähler sowie dem vielseitigen "Matthias Ernst Holzmann" und anderen... bitte Foto anklicken-Lfzt.15:24 Min.
Walpurgis
Am 30.April fanden im gesamten Harz wieder viele Veranstaltungen zur Walpurgisnacht statt. Wie zu erfahren war, kamen die Besucher voll auf ihre Kosten - und niemand verlor ernsthaft seine Seele an Satanius ... oder?
Damit bin ich bei der Historie: In der Nacht auf den 1.Mai wurde seit Urzeiten ein altes heidnisches Fest veranstaltet, welches das Ende des Winters, das Erwachen der Natur und die Fruchtbarkeit feiert. Zu diesem Behufe flogen der Sage nach früher die Hexen auf Besen zum Blocksberg (für Rest des Jahres heißt der Berg Brocken), um mit dem Teufel zu tanzen. Da ging es bunt zu ... kaum zu ertragen, wie es dermaleinst ein bekannter Braunlager Oberteufel treffend formulierte.. .
Goethe machte die Walpurgisnacht in Faust I weltbekannt. Die Harzer Gemeinden erkannten infolge den pekuniären Faktor und sicherten sich mit klassischen Unterhaltungsprogrammen diese schöne Einnahmequelle. Hier noch Fotos vom Veranstaltungsort klick
Wer auch im restlichen Jahr gute Unterhaltung zum höllischen Thema schätzt, sollte vielleicht einen Blick auf die vom Mülltonnens
ender (MTS) geschaffenen Werke werfen.
Kostproben und einiges mehr gibt es mit Klick auf das Foto. Die Hörspiele sind auf CD erschienen und es gibt auch noch Restbestände.
Jahrhundertflut zum Jahreswechsel 1925-26
Der Bericht dazu eines unbekannten Verfassers mit Angaben über das Quellgebiet der Bode. Er nennt den am Wurmberg entspringenden Fluss den wahren Beherrscher der Harzwässer... klick ---- außerdem mit historischen Fotos von der Flut.
Derblecken...
In Bayern ist es alter Brauch, zu Faschingszeit mit den Politiker hart ins Gericht zu gehen: "Derblecken" (bairisch für verspotten) heißt es dann. Hier jetzt ein Video aus einer Veranstaltung, die bereits ein halbes Leben zurück liegt - vorgetragen vom Volksschauspieler Walter Sedlmayr. Der Zuseher bekommt schnell das Gefühl, inhaltlich wäre es auch im Febr.2026 noch aktuell und zutreffend gewesen. zu Youtube klick -- -
Neues Hörspiel
Im EU- Digitalisierungsvergleich geraten wir Deutsche, einst geachtet als Technologiepioniere, weiter ins Hintertreffen. Laut meiner Internetrecherche Anfang 2026 vertraut man bei öffentlichen Dienstleistungen überwiegend noch immer auf Fax und Papier. Bedeutet ein
Sicherheitsniveau ähnlich einer Postkarte. Das dämpft ferner die Hoffnungen auf dringend erforderlichen Bürokratieabbau.
In meinem Kurzhörspiel drehe ich den Spieß einmal um. Hier geht ein Provinz-Rathaus in die Offensive und bietet statt eines Pförtners moderne Technologie an. Doch nicht jeder Bürger kommt mit der Neuzeit-Erfindung auf Anhieb zurecht. Übrigens setze ich hierbei ebenfalls auf aktuellen Fortschritt und nutze für einige Stimmen die künstliche Intelligenz.
Laufzeit 8:15
Olympische Winterspiele 2026
Vom 6-22. Februar fanden die XXV. Olympischen Wintersspiele in Italien statt. Fast 3000 Sportlerinnen und Sportler aus 90 Natonen nahmen daran teil. Erstmals setzte das IOC auf zwei offizielle Ausrichterstädte: Mailand und Cortina d'Ampezzo. Einige Wettkämpfe wurden darüber hinaus in Livigno und Predazzo ausgetragen. Die Italiener zelebrierten eine stimmungsvolle Eröffnungsfeier, welche den Zauber von Olympia eindrucksvoll unter Beweis stellte. Ein Höhepunkt dabei die von Andrea Bocelli gesungene berührende Arie "Nessun dorma" aus der Oper "Turandot" von Puccini.
Der erste und einzige Olympiateilnehmer aus Braunlage war der Langläufer Helmut Gerlach. Er gehörte von 1961-1968 zum deutschen Nationalkader und wurde 2x für Olympische Winterspiele nominiert. Bei seiner ersten Nominierung 1964 in Innsbruck blieb Helmut noch ohne Einsatz, während er bei der Olympiade 1968 in Grenoble in der Einzelwertung über 15km und 50km startete, sowie in der deutschen 4x10km Staffel - für Helmut der herausragende Höhepunkt seiner Sportlerkarriere. Darüber und mehr berichtete er 2016 in meinem filmischen Porträt. Helmut verstarb 2020 im Alter von 82 Jahren. Mehr über ihn klick
Winter 2026
Spricht man heutzutage über die kalte Jahreszeit, fällt sofort eine gewisse Panikmache auf. Ein normaler Wintereinbruch wird inzwischen als Naturkatastrophe behandelt. Überall Hilferufe wegen verschneiter Straßen oder fehlender Streumittel, so dass vielerorts der Nahverkehr leidet oder der Schulunterricht ausfällt. Selbst Züge verkehren bei diesen Bedingungen nicht mehr. Früher hatte die Bahn ihre Verlässlichkeit noch beworben mit dem Slogan: „Alle reden vom Wetter. Wir nicht.“ Inzwischen liegt die Pünktlichkeitsrate dieser DB selbst unter günstigsten Bedingungen bei rund 50%. Den Rest besorgen Medien aller Art, die natürlich um die Gunst der Konsumenten kämpfen - und da helfen erfahrungsgemäß reißerische Aufmacher mehr als nur von jahreszeitbedingtem Schneefall zu berichten.
Ein schneereicher Winter bietet natürlich auch viele Vorteile. Wintersportler aller Couleur freuen sich, wenn es heißt: Ski und Rodel gut! Aus vergangenen Zeiten präsentiere ich an dieser Stelle zwei diesbezügliche Filme und zwei aktuelle Fotos sowie ein schönes Foto von einem gelungenen Schneekunstwerk klick.
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Skispringer
Ein richtiger Winter mit Schnee und Eis bietet viele Sportarten, die immense Freude bereiten, andererseits auch eine Menge Mut erfordern. Das Skispringen zum Beispiel verlangt besondere Kühnheit, wenn nicht mitunter sogar Waghalsigkeit. Um dies nachzuvollziehen, muss man nur einmal oben auf einer Schanze stehen und in die Tiefe blicken. Von hier stürzen sich die Springer in die steile Anlaufspur, um über den Schanzentisch hinweg auf ihren langen Brettern so weit wie möglich in einen breiten Aufsprunghang zu fliegen. Die Landung erfolgt dann möglichst im kunstvollen Telemark-Schritt, der an einen höfischen Knicks erinnert. Bereits seit über einem Jahrhundert springen Sportler (und seit ca.25 Jahren auch Sportlerinnen) von unterschiedlichen Schanzen, mit stets verfeinerter Technik von Flugart, Skiern und Anzügen. Zum Jubel und zur Begeisterung der vielen Tausenden Fans.
So natürlich auch in Braunlage, wo es mit der Wurmberg- und der Brockenwegschanze klick gleich zwei
Sprunganlagen gab. Erstere ist inzwischen abgerissen, die andere führt ein stilles Dasein - vor allem nach dem Ableben 2023 von Schanzenchef Helmut Reichertz. Dazu wenige Schneetage und kaum Nachwuchsspringer. Mit Helmut, der auch ein talentierter Zitherspieler war, machte ich im Jahre 2018 ein umfassendes Videoporträt.
Ein gr
oßer Skispringer war auch der Oberstdorfer Max Bolkart - der erste Westdeutsche, welcher 1959/60 die Vierschanzentournee gewann. Er verstarb letztes Jahr im Alter von 92 Jahren. Ich traf diesen sehr bescheidenen und heiteren Sportler 2018 in seinem Oberstdorfer Hotel. Spontan war er bereit, sich vor der Kamera an seine Karriere zu erinnern und von einigen Ereignissen zu erzählen. (bitte jeweils Foto anklicken)
Zahlen
In der GZ war zu lesen, dass die Einwohnerzahlen für Braunlage, Hohegeiß und Sankt Andreasberg zum 31.12.25 weiter rückläufig sind. Wie das Meldeamt feststellte, leben in den drei Gemeinden der Stadt Braunlage insgesamt 5262 Menschen, mithin 64 weniger als im Vorjahr. Dazu kommen 1310 Menschen mit Nebenwohnsitz. Diesbezüglich sinkende Zahlen haben leider Folgen auf die Schlüsselzuweisungen, die die Kommune vom Land Niedersachsen erhält.
Hingegen kann ich eine weitere Zunahme meiner Besucherzahlen feststellen. Eine erfreuliche Entwicklung, für die ich mich bei allen treuen und auch neu dazugekommenden Nutzer meiner Webseite herzlich bedanke. Ebenso gilt mein Dank all jenen, welche in unterschiedlicher Form Kontakt mit mir aufnahmen, um zu loben oder Anregungen zu geben.
Schanze der Einheit
Im Eckerloch hinter Schierke in Richtung Brocken wurde 1923 eine erste Schanze errichtet. Die Weiten waren bescheiden: K-Punkt 35m - Schanzenrekord 40m. 1949 wurde die Sprungschanze umgebaut und erheblich vergrößert. Jetzt waren Weiten über 70m möglich. Gleichzeitig erfolgte die Namensweihe: "Schanze der Einheit" klick. Bereits 1950 fand hier die erste DDR-Sprunglauf-Meisterschaft statt. Da sich die Schanze im unmittelbaren Grenzsperrgebiet befand, durfte sie nach 1961nicht mehr genutzt werden und 1975 abgerissen. Mehr dazu unter https://www.skisprungschanzen.com/DE/Schanzen/GER-Deutschland/ST-Sachsen-Anhalt/Schierke/1090-Eckerloch/
Jahreswechsel
Eigentlich gibt es gewisse Dinge, auf die man sich verlassen kann. Dazu gehören die Jahreszeiten ... dem Kalender nach. Doch sehr oft enttäuschen diese die in sie gesetzten Erwartungen. So wird aus einem kernigen Winter gern mal ein armseliges verregnetes oder neblig-trübes Etwas. Skisport ohne Beschneiungsanlagen ist ohnehin kaum mehr vorstellbar. Und lässt sich die weiße Pracht in echt sehen, dann zumeist nur für kurze Zeit. Lädt jedoch an solchen Tagen die Sonne zu idyllischen Spaziergängen ein, sind folgerichtig Zufahrtsstraßen wie Parkflächen überfüllt. Doch diese wenigen Stunden sind mitunter derart prächtig, dass sie alle Widrigkeiten vergessen lassen.
Braunlage bot dieses Weihnachten auch einen Wintermarkt auf der Neuen Mitte an. Dort, wo ehemals das legendäre Hotel "Braun
er Hirsch" klick stand. Das bunte Treiben soll noch bis Ende Janaur 2026 die Besucher erfreuen. Ferner stellte ich zu Weihnachten ein Video (2:20Min) über den Braunlager Kurparkteich ein.
Wenn der letzte Vorhang fällt
Mein Hörspiel erzählt von einer großen Liebe, von skurrilen Ideen und wundersamen Auswüchsen - und von einem völlig unerwarteten Ende. Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen zufällig zusammen. Oder war es doch kein Zufall, sondern schicksalhaft angestrebt und erhofft? Die folgenreiche Begegnung beginnt eher harmlos, als der Obdachlose Helmut Hall
er nach seiner Ankunft in der fremden Stadt eilends zum Friedhof strebt. Was treibt ihn an zu diesem ungewöhnlichen Tun?
Das abgründige, aber auch berührende Stück wurde wieder mit den bewährten und bekannten Sprechern Christian Schult (Synchronstimme u.a.von Robert Redford), Matthias Ernst Holzmann (Synchronstimme u.a.von Matt Damon) und Sabine Fischer gestaltet.
Ferner ist Wonny B. Wünsche dabei, vielen Hörern noch bekannt aus alten MTS-Zeiten. ---- c/2025 - - - - - - - - - bitte Foto anklicken
Erinnerungen an Werner Bothe und Willi Heindorf
Werner Bothe und Willi Heindorf standen in ihrer Heimatstadt Braunlage für eine aktive Brauchtumspflege. Insbesondere hielten sie das gesprochene Braunlager Platt lebendig, welches sie gern auf Veranstaltungen des Harzheimatvereins oder im Rahmen von Aufführungen für Urlaubsgäste darboten. Im Oktober 2025 hieß es nun leider von Werner Abschied zu nehmen, nachdem Willi bereits vor einigen Jahren verstorben war.
2015 traf ich mich mit Beiden, um ihre sogenannten Stipstöreken in Braunlager Mundart mit der Kamera aufzunehmen. Darüber hinaus erzählt Werner auf heitere und informative Art über die Quellen der heimischen Mundart, trägt ein Gedicht vor und erinnert an die von seinem Vater gegründete und von ihm weitergeführte Tankstelle gegenüber der evangelischen Kirche.
Zu den Videos (und mehr) klick hier
Bunte Mischung
Turbulenzen
In heimischen Gazetten war dieser Tage zu lesen, dass die Existenz der Harzer Schmalspurbahnen in heutiger Form ernsthaft gefährdet ist. Strecken und Fuhrpark müssen umfassend saniert werden, um das umfangreiche Schmalspurnetz von über 140 km zu erhalten. Bringen die Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen nicht genügend Mittel zusammen, stünden Stilllegungen aus Sicherheitsgründen an.
Die HSB ist zweifellos die populärste Tourismusattraktion im Harz. Dennoch fuhr das Unternehmen 2023+24 Verluste in Millionenhöhe ein. Für den Ausgleich müssen ebenfalls die Länder sorgen. Woher nehmen angesichts klammer Kassenlagen?
Daher erstaunte mich bereits letztes Jahr der Optimismus über einen möglichen Ausbau der HSB-Verlängerungsstrecke von Elend nach Braunlage, denn schon die Finanzierung für die erforderliche Machbarkeitsstudie bedurfte einiger Kraftanstrengung. Bei allem Respekt vor den gutgemeinten Anstrengungen: nur beim ersten Versuch 1992/93 im allgemeinen Freudentaumel über die Wiedervereinigung wäre m.E. eine Umsetzung möglich gewesen.
Stattdessen wird die Ausdünnung des Streckennetzes immer realer. Am langen Ende werden wohl nur die Brockenstrecke von Wernigerode mit dem Zubringer aus dem Südharz „Eisfelder Talmühle“ verbleiben.
Am 20.September 2025 präsentierte die HSB am Westerntor in Wernigerode ihre neue Dampflokwerkstatt im Rahmen einer allgemeinen Werkstattbesichtung. Bereits 2012 bot die HSB eine umfangreiche Ausstellung und Vorführung zum 125 Jubiläum an. Siehe hier
Spielbetrieb eingestellt...
Hier die schlechte Nachricht: mangels Spieler stellt der SV Braunlage seinen Spielbetrieb im Herrenbereich zum Juli 2025 ein. Damit endet eine lange und große Tradition, welche 1921 mit der Vereinsgründung begonnen hatte. Auf die Vereinsgeschichte verweist umfassend die Festschrift von 2021 klick
Insbesondere in den Nachkriegsjahren brachte der SVB gute Mannschaften zusammen. Hierneben einige Fotos aus der Sammlung von Ecki Friedrich.
1964 wurde die A/B-Jugend des SV Braunlage zu einem Freundschaftsspiel nach Berlin eingeladen. Gerhard "Menne" Kühnhold war mit dabei und erinnerte sich an den (damals) aufregenden Trip der Provinzler in die geteilte Stadt. Das Video (Foto anklicken) hat eine Laufzeit von 7:40 Min. -------Hier noch die pdf-Vorlage zum Video klick
Ausstellung Karin Székessy
Eine besondere Ausstellung war von Mai-Juli 2025 in der Kunsthalle der Kultur-Bäckerei in Lüneburg zu sehen: die Retrospektive des Werks von Karin Székessy, einer der wichtigsten deutschen Fotografinnen der Nachkriegszeit. Sie wurde 1938 in Essen geboren, absolvierte in München ein Studium der Fotografie und arbeitete zunächst als Reportagefotografin in Hamburg, später als freie Fotografin für renommierte Medien wie das ZEIT-Magazin. In den 70er Jahren begann die gemeinsame künstlerische Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann und Maler Paul Wunderlich. In den folgenden Jahren porträtierte sie u.a. berühmte Persönlichkeiten wie Beuys und Meret Oppenheim, er
stellte Buchillustrationen sowie über 400 Coverfotos für den Ullsteinverlag.
Schwerpunkt des Werks von Székessy allerdings sind ihre Aufnahmen von Frauenkörpern, meist als Akte, die sie bereits in den prüden 50er Jahren trotz der damaligen Moral und Zensur aufnahm.
Die Fotografien sind meist in Schwarz-Weiß gehalten, mit Licht und Schatten spielend, teils wie angedeutet, manchmal surreal, intim, immer respektvoll und mit „schwesterlichem Blick“, wie Székessy selbst sagte.
Leider war diese Ausstellung gleichzeitig ihre letzte zu Lebzeiten, denn kurz nach Eröffnung verstarb die Künstlerin in Hamburg.
Alte Bahnstrecken
In der Nachkriegszeit fielen viele historische Harzer Bahnstrecken dem Rotstift zum Opfer. Zumeist verhinderte nur der Güterverkehr eine noch frühere Stilllegung. Bereits 1963 beispielsweise hatte die Südharz-Eisenbahn, welche von Braunlage über Wieda nach Walkenried führte, ihren Betrieb eingestellt. Gegenüber dem schnelleren und flexibleren Autobus bzw. LKW auf nunmehr ausgebauten Straßen war die Bahn auf Dauer chancenlos.
Im Mittelpunkt der heutigen Betrachtung steht die Bahnstrecke von Elbingerode nach Königshütte - eine Teilstrecke auf dem früheren Abschnitt Tanne-Blankenburg (siehe Streckenplan klick). Am 29.5.1999 wurde zunächst der Personenverkehr eingestellt. Ich war an diesem Tag im Mittagszug unterwegs und filmte die gesamte Strecke. Die endgültige Stilllegung (Güterverkehr) dieses Streckenabschnitts erfolgte am 31.8.2000.
(siehe HD-Film Lfzt.11:00 Min.- bitte Foto anklicken!)
Zwischen den genannten Orten liegt das Kalkwerk Hornberg - heute im Besitz der Felswerke. Der Abtransport nach Blankenburg findet weiterhin per Gleis statt.
Harz im Niedergang?
Der NDR sendete in der letzten April-Woche einen Bericht unter dem Titel: "Harz im Niedergang". Dies brachte Stimmung in das Gebirge. Besonders für den Westharz bestünde demnach kaum noch Hoffnung auf Besserung. Viele Unterkünfte wirken wie aus der Zeit gefallen, hieß es.
Das Echo darauf anhand von Leserbriefen in der GZ fiel unterschiedlich aus, während die Harzer Tourismus-
Verantwortlichen auf stabile Übernachtungszahlen verwiesen.
Doch dürften die Glanzzeiten erstmal vorbei sein. Ein wichtiger Fakt ist leider die katastrophale Situation der Harzer Waldgebiete. Daher kreierte ich einmal für Braunlage ein neues Stadtwappen ..bitte Foto anklicken
Die Seelenjäger
Goethes “Faust“ gehört zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur. Im Grunde arbeitete der Dichterfürst ein Leben lang an diesem Werk. 1772 begann er mit dem Urfaust, welcher posthum 1887 erstveröffentlicht wurde. Der Tragödie erster Teil „Faust I“ erschien 1808, der zweite Teil in seinem Sterbejahr 1832.
Der Stoff ist jedem Interessierten bekannt. Richtig populär wurde im Laufe der Zeit die Szene „Walpurgisnacht“. Unterwegs zum Blocksberg, einem Felsen im Harzgebirge, möchte Mephisto den wankelmütigen Faust endgültig auf seine Seite ziehen. Nun weiß Mephisto natürlich, dass allein der Anblick des Felsens für diesen Plan kaum ausreichen dürfte. Er setzt daher auf das heidnische Fest, das dort am 30.April zelebriert wird. Von einem Irrlicht geführt erreichen sie die Stätte und tauchen unter im Getümmel von lüsternen Hexentänzen.
Im Harz wird das tolle Treiben jährlich an verschiedenen Orten nachgestellt.
Eingebettet zwischen den Szenen „Walpurgisnacht“ und „Trüber Tag“ liegt der „Walpurgisnachttraum“. Sie fügt sich nicht homogen in die Handlung des Stückes ein, und so folgen Faust und Mephisto auch mehr regungslos dem Geschehen. Es ist also mehr ein Stück im Stück und wohl angelehnt an Shakespeares „Sommernachtstraum“
In den 80er Jahren schrieb ich drei Folgen von „Die Seelenjäger“, welche wir vom MTS aufnahmen und erfolgreich auf Kassetten/CDs vertrieben. Ein Fantasiestück sozusagen mit humorvoll-heiterer Auslegung des „Walpurgisnachttraumes“, wenn man so will. Zugebenermaßen hatte ich damals den Faust schon aus Hochachtung vor dem gewaltigen Werk gar nicht im Sinn - bis eben auf das von Laien aufgeführte Walpurgisspektakel vor Ort.
Wie ließ Goethe in der "Walpurgisnacht-Szene“ den Servibilis zu Mephisto so trefflich sagen:
Ein Dilettant hat es geschrieben,
Und Dilettanten spielen's auch.
Verzeiht, ihr Herrn, wenn ich verschwinde;
Mich dilettiert's, den Vorhang aufzuziehn.
Erinnerungen
Im Nachlass des Braunlager Heimatfilmers Achim Winkel fanden sich historische Filmaufnahmen vom Auftritt der Braunlager Bergfinken bzw. des Harzklubs aus den 70er Jahren, welche ich überarbeitete.
Mehr Infos zu Achim Winkel klick hier
Dazu passend ein historisches Foto der Braunlager Bergfinken von ihrem großen Auftritt 1963 in Berlin im Ernst-Reuter-Saal.
Wolfram Ames verstorben
Am 23.02. 2025 verstarb Wolfram Ames im Alter von 91 Jahren. In meinem Videoporträt von 2023 erinnerte sich der Graveurmeister und Kunstmaler noch einmal an die Stationen seines Lebens ... klick hier
Als Winter noch Winter waren
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1) Winterfreunden 60er Jahre--Video 3:45 Min.-- 2) Winterfreuden 70er Jahre--Video 9:50 Min--.-- 3) dagegen Winter 2025 ------
Neue Hörspiele
Hörspiele faszinierten mich bereits in ganz jungen Jahren. 1978 schrieb ich mein erstes von insgesamt neun Hörspielen, welche ich mit Akteuren des Braunlager Hörspielvereins "Mülltonnensender" aufnahm und vertrieb. 1994/95 kam es zur ersten professionellen Produktion. Heinz-Jörg Fulst und ich verfassten eine Radioserie von insgesamt 100 Folgen - produziert vom Saarländischen Rundfunk in Kooperation mit Radio Brocken. Eine Hauptrolle sprach übrigens Harald Krassnitzer. 2000 präsentierte ich eine Sketch-CD mit Schauspielern des Nordharzer Städtebundtheaters - später im Vertrieb vom Deutschen Theaterverlag. 2008 kam mein Kurzhörspiel "Die Rosstrappe" im Rahmen der Leipziger Buchmesse ins Finale des Hörspielwettbewerbs. Mit der Präsentation zwei meiner Stücke im Schweizer Rundfunk 2019 und 2021 wurde es dann sogar international.
2023 begann ich mit der Erstellung und Umsetzung von insgesamt sechs neuen und selbstproduzierten Hörspielen, bei denen ich stilistisch mehr den Erzähler in den Mittelpunkt rückte. (mehr Infos unter Audiothek)
Wintersportvergnügen - einst - und die Geschichte der bekanntesten Harzer Fichte
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--als der Skilauf den Harz eroberte--
.NDR-Reportage 60er--
--KAMELFICHTE-bekannteste Harzer Fichte
Goldene MTS-Zeiten
Vor über 50 Jahren, nämlich im September 1972 gründeten wir unseren Hörspiel-Verein „Mülltonnensender“, kurz MTS. Wir, das sind die fünf Gründungsmitglieder Heini Nieft, Kalle Kleinert, Norbert Tusche, Matthe Warnecke und meine Wenigkeit. Anfangs nahmen wir Witze oder erste, von mir verfasste und zumeist sinnbefreite Sketche auf. Ein Mono-Tonband diente zunächst als Speichermedium, bis es 1974 vom ersten Stereo-Tonband ersetzt wurde. Die von mir bearbeiteten Aufnahmen hörten wir uns zumeist in unserem Vereinslokal an.
Selbstverständlich wurde jedes Ergebnis gebührend gefeiert und mit etlichen Gallonen Bier begossen. Diese Mischung aus heiterer Unterhaltung und fröhlicher Zecherei sprach sich schnell herum und führte dazu, dass sich weitere junge Leute für den MTS interessierten und ihm beitraten. Im Jahre 1978 erschien unser erstes Hörspiel „Ufos bedrohen Braunlage“. Die aberwitzige Geschichte spielte in unserer Heimatstadt und sorgte bei Jung und Alt für Furore. Zur damaligen Zeit war es noch ungewöhnlich, eigene Hörspiele mit heimatlichem Bezug zu erstellen und eigenständig zu vermarkten. Die Kassetten zum Selbstkostenpreis von 10 DM vertrieben wir über die örtlichen Geschäfte von Radio-Wenzel, Radio Stenzel oder Elektro-Grimm. Rundum ein voller Erfolg, den wir mit „Verschollen im Hochmoor“ fortsetzen konnten. 1979 berichtete mit der Hamburger Morgenpost sogar ein überregionales Blatt von unseren diesbezüglichen Aktivitäten.
An diese Anfangsjahre aus allgemein noch genügsamer Zeit erinn
ert Siegmar Vollmer im hier präsentierten Video. Er selbst spielte bei allen MTS-Produktionen mit - und dabei stets eine Hauptrolle. Mit seiner kraftvollen Art der Darstellung in den verschiedensten Rollen mutierte er mit der Zeit zum beliebten ortseigenen Bud Spencer-Typ. Als ebenfalls prägender Mitspieler etablierte sich in den 80er Jahren Bernd Rosskamp. Seine populäre Auslegung der Braunlager Mundart trat erstmals beim Stück über das Braunlager Eishockey nachhaltig in Erscheinung. "WSV olé" avancierte zum erfolgreichsten MTS-Hörspiel überhaupt. In den bereits erwähnten Verkaufsstellen gingen davon mehr Kassetten/CDs über den Ladentisch als Erzeugnisse von weltweit bekannten Künstlern. HD-Film Lfzt. 13:30 Min. bitte Foto anklicken!
Bis 1990 schufen wir insgesamt acht Hörspiele (dazu mit "WSV zwo" noch eines in 2007), drei Braunlager Journale und mehrere Sketch-Sendungen (mehr Infos unter Hörspiele). So dürfte sich in jedem Braunlager Haushalt wohl ein Werk vom MTS finden. Als Autor und technischer Produzent sämtlicher Projekte erfüllt mich das natürlich mit gewissem Stolz.
Ferner drehten wir in den 70er Jahren drei MTS-Filme ... Böse Zungen würden behaupten, zumeist Blöd
eleien. Das stimmt sogar. Denn die damalige Unterhaltung in TV und Radio war geprägt von kurzweiligem Klamauk. Die Menschen arbeiteten viel und wollten in ihrer freien Zeit unbeschwert lachen und fröhlich sein. Wir drehten anfangs im Super 8 Schmalfimformat und ohne Ton. Dieser wurde in der Nachvertonung zugefügt. Jedoch aufgrund der schlechten Qualität nochmals von mir in heute möglicher Form überarbeitet. Für ein Beispiel klicke linkes Foto an...
Aus ferner Zeit
Anfang d
er 90er Jahre erwarb ich meine erste Videokamera. Als begeisterter Fan der Harzer Schmalspurbahnen wurden zur Erprobung natürlich überwiegend deren Zügen gefilmt. Wie jeder Anfänger konzentrierte ich mich einzig aufs Motiv und weniger auf die komplizierten Lichtverhältnisse - welche zudem die schlechte Angewohnheit haben, ständig zu wechseln, und das nicht nur tageszeitabhängig. Dennoch gelangen mir am Ende - zumindest für damalige Verhältnisse - vorzeigbare Ergebnisse. Und so präsentiere ich hier die Selketalbahn in historischen Aufnahmen von 1991 auf der Strecke von Eisfelder Talmühle nach Gernrode. HD-Film Lfzt. 25.Min.
Zwei große WSV-Spieler verstorben
Traurige Nachrichten für den WSV-Eishockeysport. Mit Wolfgang Schiller und Matthias „Kollo“ Kolodziejczak verstarben im November zwei prägende Spieler der erfolgreichen WSV-Generation der 70er und frühen 80er Jahren.
Wolfgang Schiller kam 1977 mit 23 Jahren aus dem fränkischen Selb in den Harz. Nach meiner Erinnerung etwa zur gleichen Zeit wie Wayne Pushie, seinerzeit der umgarnte Held des aufstrebenden Braunlager Eishockeysportes, der mit der Einweihung des Eisstadions 1974 begonnen hatte. Wolfgang verstärkte die Mannschaft als talentierter Torwart und sorgte für den nötigen Rückhalt. Er beendete später beim WSV seine Karriere, blieb jedoch seiner neuen Heimat weiter treu. Er heiratete seine Conny und die beiden bekamen zwei Töchter. Besonders stolz war er auf seine inzwischen drei Enkelkinder.
Am Rande sei erwähnt, dass sein Bruder ebenfalls Eishockey spielte und 1983 als stürmender Nationalspieler beim legendären deutschen Duell zwischen BRD und DDR 4:3 in der Westfalenhalle Dortmund mitwirkte. Wolfgang hatte Karten besorgt, und so durfte ich einmal in meinem Leben auf einem VIP-Platz sitzen. Ferner waren wir über den Fußball verbunden. Er spielte in den frühen 1980ern in der von mir trainierten Mannschaft beim SV Braunlage. Wolfgang war ein guter, durchsetzungsstarker Rechtsaußen, doch Trainingseinheiten waren nicht unbedingt seine Vorliebe. Kleine Anekdote: im Winter machten wir forderndes Lauftraining auf der steilen Von-Langen-Straße. Nach zwei Sprints kam Wolfgang listig zu mir und meinte: wenn er jetzt weiter mitmache, könne er Sonntag nicht spielen. Darauf sagte ich: wenn du dich hier verweigerst, wirst du am Sonntag nicht spielen! Wir lachten und er nahm das Training wieder auf. Apropos: 1981 spielte er im MTS-Hörspiel „WSV olé“ sich selbst.
Matthias „Kollo“ Kolodziejczak startete 1979 als 17jähriger seine sportliche Karriere beim WSV. Im bereits erwähnten Wayne Pushie fand er früh seinen Mentor, welcher in ihm endgültig die Leidenschaft fürs Eishockey entfachte. 1985 wechselte Kollo zu den Kassler Huskies, mit denen er fulminante Erfolge feierte. Am Ende standen für ihn 500 Spiele mit 165 Toren in der Statistik. Nach seiner Spielerkarriere engagierte er sich für Kassel in unterschiedlichen Funktionen, so als Trainer und Offizieller.
Nachtrag 2025: im Januar verstarb Paul Bendisch im Alter von 87 Jahren in seiner Heimatstadt Hannover. Der wohl bekannteste Gastronom in Braunlage erwarb 1968 den legendären "Herkules-Keller". Unter der Leitung von Heini Nieft und Umbenennung in "Slow down" erlangte die Kneipe im gefürchteten "Bermuda-Dreieck" Kultstatus. Bis zur Zwangsschließung 2017 durch den Landkreis Goslar wegen nicht erfüllter oder nicht erfüllbarer Brandschutzmaßnahmen, erfuhr der Kultklub weitere Namensänderungen und hieß zuletzt - irgendwie passend- "Intensiv-Station". Doch zu Pauls gastronomischer Besitz gehörten mit den Jahren weitere äußerst beliebte Betriebe wie "Telegraf" in der Herzog-Wilhelm-Str., "London Pub" in der Marktstraße oder die "Bergklause" in der Elbingeröder Straße - einstige Kultkneipe der 50er Jahre. Nach Renovierung wurde die Nachtbar in "La Mirage" umbenannt. Sein Engagement in Braunlage beschränkte sich jedoch nicht nur auf gastronomische Betriebe. Als die Eishockeysport in Braunlage Mitte der 80er Jahre erstmalig in Schieflage geriet, übernahm Paul den Vorsitz bei Verbindlichkeiten von 700.000 DM und sicherte dem "EC" in Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter über einen Zwangsvergleich die weitere Spiellizenz. Drei Tage nach seinem Geburtstag ging sein engagiertes Leben nun zu Ende ....
Neuseeland
Gisi Rueben,
unser Braunläger im Kiwi-Land, berichtet in seiner Kolumne (bitte Foto anklicken) über die Lebensverhältnisse in seiner Wahlheimat. Dabei räumt er mit der aus Reiseberichten gespeisten romantischen Vorstellung auf, dass dort für alle Bewohner nahezu paradiesische Zustände herrschten.
Denn der Lebensunterhalt ist teuer. Viele Waren des täglichen Lebens müssen teuer importiert werden. Wer dort auf Dauer lebt, erwacht sehr bald aus seinen Träumereien und wird mit harten finanziellen Realitäten konfrontiert. Bis auf die wunderschöne Landschaft bleibt vom Schlaraffenland leider nur wenig übrig.
Von finanziellen Einschnitten auf breiter Front sind wir in Deutschland wohl noch etwas entfernt. Doch bei genauer Betrachtung offenbart sich immer mehr, dass angesichts sich auftürmender Problematiken in allen Lebensbereichen der gewohnte Wohlstand auch hierzulande nicht zu halten ist.
35 Jahre Grenzöffnung
In einer Pressekonferenz am 9.November 1989 missdeutet Politbüro-Mitglied Günter Schabowski eine ihm zugereichte Zettelnachricht und verkündigt die sofortige Reisefreiheit für alle DDR-Bürger. Darauf brechen alle Dämme und die Berliner Mauer fällt in gleicher Nacht unter dem Ansturm von begeisterten Menschen. Ein weltgeschichtliches Ereignis!
In den nächsten Tagen kommt es entlang der innerdeutschen Grenze zu weiteren Öffnungen und zur Schaffung von Übergängen. Am 12.November ist es auch in Braunlage soweit: auf der Elbingeröder Straße in Richtung Elend wird an der Bremke ein Grenztor geöffnet und mit vereinten Kräften ein Steg über das Grenzflüsschen gebaut. Ausgelassene Freude allerseits, als die ersten "Ossis" herbei strömen. "Wahnsinn" wird zum allgemeinen Inbegriff für das erstaunliche und bewegende Geschehen.
Die weitere Entwicklung führte letztlich nicht nur zum Ende der deutschen Teilung, sondern auch des Kalten Krieges.
Den 35.Jahrestag des Mauerfalls feiert Berlin in ganz großem Stil unter dem Motto „Haltet die Freiheit hoch“. Zu Jubiläen wird gern bilanziert. Zur Ehrlichkeit gehört die Feststellung, dass insbesondere in den neuen Bundesländern sich vielerorts Ernüchterung und Enttäuschung eingestellt haben. Hier ist von einstiger Jubelstimmung nichts mehr verblieben. Viele fühlen sich zunehmend als Bürger zweiter Klasse. Ein Stichwort: Rentengerechtigkeit!
Gleichwohl treffen sich seit damals viele Bewohner von Braunlage und Elend jährlich am ehemaligen Grenzbach auf dem angrenzenden Parkplatz, um in freundschaftlicher Umarmung an das historische Ereignis zu erinnern.
2019 erstellte ich über die Grenzöffnung zwischen Braunlage und Elend eine Videodokumentaton mit Berichten von Zeitzeugen und Originalfilmaufnahmen. Zum Video und weiteren Infos klick hier
Herbstzeit
Die Tage werden kürzer und die Temperaturen fallen. Frost liegt in der Luft. Fallende Blätter bedecken kalte Straßen und die Autoscheiben beschlagen - der Herbst ist gekommen. Neben zunehmender Dunkelheit haben die längeren Nächte auch schöne Dinge im Gepäck. Beispielsweise gemütliche Abende mit Lektüre, Filmen oder Hörspielen. Zusätzlich können sich Oberharzer auf die jetzt beginnende Eishockeyysaison freuen. --- Hiernach zwei Fotos aus historischen WSV-Eishockeyzeiten der 50 Jahre.
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Waldbrand im Brockengebiet
Im September 2024 wütete wieder ein Feuer um den Brocken herum und hielt die Wehren und Löschflugzeuge ganze sechs lange Tage in Atem. Deutschlandweit berichteten sämtliche Medien über den Waldbrand - siehe auch Videos auf YouTube. Über die mögliche Ursache wird derzeit noch spekuliert. Die Gerüchteküche ist am Kochen…Offiziell läuft die Aufklärung noch.
Wie stets geraten die Dampflokomotiven der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) sofort in Verdacht, den Brand eventuell durch Funkenflug verursacht zu haben.
Hingegen möchte ich an dieser Stelle gern auf die Vorzüge dieser einmaligen Bahn verweisen. Dabei steht im Mittelpunkt meiner Betrachtungen der Bahnhof Drei Annen Hohne; eine Art Verkehrsknotenpunkt für die Brockenreisenden aus Wernigerode bzw. Nordhausen oder der Selketalbahn. Hier startet der A
bzweig via Schierke zum Brockenbahnhof. Wenn sich die schwarzglänzenden Loks mit ihren Waggons schnaufend, dampfend und pfeifend zum höchsten Berg des Harzes schlängeln, ist ihr weißgrauer oder s
chwarzer Rauch weithin sichtbar.
Bereits im Mai 1992 drehte ich im Bahnhof Drei Annen Hohne einen Film, den ich hier als historisches Dokument präsentiere. Das Gegenstück dazu ist ein Video, das ich vor wenigen Tagen an einem sonnigen Septembertag aufnahm. Die Gleisanlagen erscheinen trotz der 32 Jahre Zeitunterschied unwesentlich verändert, sind jedoch wie das Bahnhofsgebäude mit Gaststätte und Toiletten umfangreich saniert und mit moderner Technik ausgestattet.
Die Brandkatastrophe platzte mitten in die grundsätzlichen Überlegungen der HSB um alternative Antriebsarten und einer Trassenerweiterung nach Braunlage. Dazu einige Gedanken meinerseits … klick
Trauung auf dem Hausberg
Die Eheschließung gilt allgemein als schönster Tag im Leben eines Liebespaares. Die traditionelle Zeremonie der Hochzeit feiern die Brautleute gern in einem besonderen Ambiente. Im Trend zum kargen Standesamt im Rathaus liegen daher außergewöhnliche Orte wie Schiff und Flugzeug oder exotische Länder mit ihren Stränden. Beliebt sind ferner, sofern es die Kassenlage hergibt, auch Burgen und Schlösser.
Wer es mehr heimatlich mag und mit der höchsten Erhebung Niedersachsens eine natürliche Attraktion vor der Haustür hat, darf doppelt jubilieren. Werden doch im Aussichtsturm auf dem Wurmberg neuerdings wieder Trauungen vorgenommen! Die Wertigkeit einer Vermählung erfährt zweifellos noch eine Steigerung, wenn die Prozedur vom höchsten Repräsentanten des Ortes vollzogen wird. Um das Verfahren regelkonform gestalten zu können, hatte sich Braunlages Bürgermeister Wolfgang Langer zuvor getraut, ein Standesamt-Semin
ar erfolgreich zu absolvieren.
Seine Trauungspremiere fand Ende August statt und wurde an einem guten Freund vollzogen: Stephen Buchholz mit seiner Auserwählten Eileen. Die Brautleute kennen sich schon etliche Jahre und besiegelten nun in 1000 Meter Höhe den Schritt in den Ehehafen.
Mit Stephen bin ich seit etlichen Jahren freundschaftlich verbunden. Daher nehme ich die Gelegenheit gern wahr, an dieser Stelle über sein persönliches Glück zu berichten. PS: Wurmberg-Videos klick
Fotos Braunlage mit Wurmberg
Braunlage 2020..................Braunlage 2024.......Jugendherberge ........ Wurmberg im Blick ...vom Hasselkopf
Eckis gesammelte Werke
--1) Aidos Glück--
...2)Jugendzeiten
...3)Tanzschule
Bericht klick
4.) Toochbrüder..
..5.) Werbung 50er.
Besinnliche Reise 1938 zu den Bajuwaren
„Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen …“ - das wusste schon der Dichter Matthias Claudius. Erzählungen über das Erlebte und Gesehene sind seit jeher geprägt von Geschmack, Anlass und Interesse. Als Mitbringsel dienten in früheren Zeiten zumeist Ansichtskarten oder andere kleine Andenken vom Urlaubsort. Wer bereits über eine Kamera verfügte, klebte die selbstgemachten Fotoaufnahmen von malerischen Sonnenuntergängen oder Sehenswürdigkeiten in ein Album und versah diese mit kleinen Anmerkungen.
Von bemerkenswerter Güte nimmt sich dagegen das fast 90jährige Reise-Protokoll dreier bekannter Braunlager Persönlichkeiten aus. Ihr Ziel im August 1938 war Bayern - mit dem Automobil in den Süden Deutschlands.
Ein Chauffeur sorgte dafür, dass seine Harzer Fahrgäste mit offenen Augen und wachem Geist die Gegend bestaunen und sich sorglos den dionysischen Genüssen in Form von Gerstensaft, leckeren Viktualien sowie dem Anblick schmucker Damenwelt hingeben konnten. Da die Herren zur gebildeten Schicht gehörten, garnierten sie ihre Eindrücke mit philosophischem Gedankengut oder nahmen vergleichend Anleihen in der griechischen Mythologie nach dem apollonischen Prinzip: Erkenne dich selbst! Am Ende enstand eine meisterliche Reportage mit beeindruckenden Bildern.
Ecki Friedrich fand den Band im Nachlass seines Großvaters, und wir beschlossen, das ungewöhnliche Werk in einem Video vorzustellen. Das Ergebnis dürfte selbst unter Berücksichtigung heutiger Sehgewohnheiten erfreuen. Für Video-klick ---- für mehr Info klick hier
Spaß und Freude
Das "Anbaden" im Meer folgt einer langen Tradition. Hunderte von Einheimischen und Gästen versammeln sich jedes Frühjahr am Strand,
wie zum Beispiel hier in Travemünde, um sich auf Kommando ins kalte Wasser zu stürzen. Bei einer Wassertemperatur von 10 Grad eine sportliche Herausforderung. Natürlich steht bei Groß und Klein der Spaß im Vordergrund. Zudem verkleiden sich einige faschingsgleich und ziehen die Blicke auf sich. Am Ende erhalten alle Teilnehmer eine Urkunde. Video-Lfzt. 2.Min.
Von 2010 bis 2015 wurde auf dem Braunlager Gondelteich das sogenannte Sautrogrennen veranstaltet. Da ging es noch bunter und interessanter zu als beim Anbaden....klick
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Elektro-Boote für den Schnei-See
Vor Jahren wurde auf dem höchsten Berg Niedersachsens ein sogenannter Schnei-See angelegt, damit bei schlechten Schneeverhältnissen genügend Wasser für die Schneekanonen verfügbar ist. Außerhalb der Wintersaison betreibt die Wurmbergseilbahn-Gesellschaft auf dem Gipfel bekanntlich eine Erlebniswelt rund um das Gewässer. Um die immer kürzer ausfallende Wintersaison einigermaßen zu kompensieren, wurde jetzt eine neue Attraktion vorgestellt. Künftig sollen ferngesteuerte Elektro-Boote für Belebung auf dem Schnei-See sorgen. Dem Betreiber ist zu wünschen, dass sich seine Hoffnung erfüllt.
Warum eig
entlich nicht? Neulich sah ich ein Kinderauto durch die Luft segeln klick. Sollte dieses Serienreife erlangen, könnten die Knirpse künftig ohne Umwege direkt zum Wurmberg fliegen. Ferner wäre vorstellbar (nicht wirklich ernsthaft), zu Walpurgis die spätmittelalterlichen Hexenbesen ebenfalls mit einem Elektromotor auszustatten. -- 2019 drehte ich einen kleinen Film über die neue Erlebniswelt. Bitte Foto anklicken ..Lfzt. 4 Min.
Dramatischer Einbruch
Nachtrag zum vorherigen Beitrag. Ende April präsentierte die Wurmberg-Gesellschaft dramatische Zahlen: das Fahrgastaufkommen ist seit 2018 von 1,5 Millionen auf 212.000 Mio. in 2023 geschrumpft. Für den Einbruch sorgte neben Corona der geringe Schnee der letzten Jahre; die winterliche Saison fällt immer kürzer aus, während gleichzeitig die Kosten für die künstliche Beschneiung steigen. Da ist jetzt guter Rat teuer. Aus rechtlichen Gründen dürfe die Stadt den Winterbetrieb nicht subventionieren, informierte der Bürgermeister. Ergo wird die Wurmberg-Gesellschaft ihre Geschäftsfelder um neue Attraktionen erweitern müssen, um ihren Fortbestand auf Dauer zu sichern.
Davon unbeirrt investiert die Eigentümerin des neuen Wurmbergturmes, Karin Lauber, weiter im großen Stil. Am Turm wird eine Gaststätte im alpenländisch modernen Stil angebaut, ferner ein Kiosk mit dem klingenden Namen „Wikinger-Schänke“. Der Clou: von der Terrasse können die Gäste ein ferngesteuertes Modell-Wikingerschiff beobachten, wie es auf den Schneisee kreuzt. Die Kosten werden mit einer halben Million beziffert. Für die Betreibung der Betriebe ist bereits ein Pächter gefunden.
Braunlage kann dankbar und glücklich sein, dass sich Frau Lauber finanziell derart engagiert. Sie setzt damit das Engagement ihres Vaters Oskar Wesche fort. Dieser hatte 1952 die erste Gaststätte auf dem Wurmberg eingerichtet und sie über Jahrzehnte selbst betrieben, ausgebaut und modernisiert.
Torfhaus-Turm
Deutschlands höchster Ausssichtsturm mit 65m Höhe ging am 1.11.2023 mit einer feierlichen Eröffnung im Beisein von Ministerpr
äsident S.Weil an den Start. Bis zur kompletten Inbetriebnahme braucht es aber noch etwas Zeit. So steht der Fahrstuhl ebensowenig zur Verfügung wie der Skywalk oder die 110m lange Erlebnisrutsche "Rasantia". Als Gründe für die Verzögerung werden Lieferengpässe und Extremwetter genannt.
Derzeit bieten die Betreiber eine geführte Besichtigung "über viele Treppenstufen" nach oben auf die Aussichtsplattformen an - wenn der imposante Turm nicht wetterbedingt geschlossen bleibt.
So wird erstes Murren laut: hohe Eintrittspreise, Zusatzkosten für die Rutsche, wetterbedingte Schließungen.
Torfhaus liegt über 800m hoch in einem Gebirge. Da kann eine super Aussicht auf den Brocken leider nicht garantiert werden.
In Zeiten, wo sich der Harzer Wald mehr oder weniger auf lange Zeit verabschiedet hat, sind Touristenattraktionen wie der Harzturm gewissermaßen als Kompensation zu betrachten. Und so wünsche ich den Betreibern auch, dass ihre mutige Investition sich langfristig amortisiert.
Für einige Momentaufnahmen Foto anklicken. Weitere Infos: https://harzturm.de/
Radau-Wasserfall
Mitte des 19. Jahrhunderts wurden im Auftrag der Herzoglich-Braunschweigischen Eisenbahngesellschaft künstlich neue Ausflugsziele angelegt, um die Attraktivität des aufstrebenden Bahnfahrens mit touristischen Sehenswürdigkeiten zu beleben.
Im Zuge dieser Maßnahmen kam es 1859 zum Bau des Radau-Wasserfalls an der B4 zwischen dem damaligen Neustadt-Harzburg (ab 1892 Bad Harzburg) und Torfhaus. Dazu wurde vom kleinen Gebirgsflüsschen Radau, das bei Torfhaus entspringt, für den Wasserfall-Zulauf ein Seitenarm abgezweigt. Nach 500m stürzt das Wasser über steile Felswände 23m tosend in die Tiefe. Zusätzlich wurde neben dem Zulauf ein Wanderweg angelegt, welcher direkt am oberen Wasserfall vorbeiführt.
Anlage und We
ge sowie der Zuleitungsgraben müssen gepflegt und gereinigt werden. Pflege kostet natürlich Geld, das von den Niedersächsischen Landesforsten als dafür zuständige Behörde wohl nicht mehr aufgebracht werden kann... so schreckte unlängst die Nachricht auf, dass der Wasserfall trockengelegt werden solle. Die einst prächtige Kaskade sei aufgrund von Verschmutzungen im gesamten Bereich nur noch ein Rinnsal.
Darauf bildete sich auf Initative der Wirtin der Gaststätte Radau eine Interessengemeinschaft zum Erhalt des einzigartigen Kulturdenkmals. -- Dank der privaten Pflegemaßnahmen präsentierte sich der Wasserfall bereits Anfang März wieder in gewohnter Pracht. (mehr Infos unter Harz-Radau-Wasserfall)
Königskrug
Mit meinem Bericht über Königskrug, einem Ortsteil des 4km entfernten Braunlage, schließe ich heute meine Aufzeichnungen über Ansiedlungen und Sehenswürdigkeiten entlang der Bundesstraße 4 zwischen Braunlage und Bad Harzburg.
Königskrug liegt rund 750 m hoch und ist eine Waldsiedlung vorwiegend mit Skiunterkünften. Das Gasthaus "Königskrug",
direkt an der B4 gelegen, wirbt mit königlichen Windbeuteln und eignet sich bestens als Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderziele zu jeder Jahreszeit. Der berühmte Kaiserweg, 1013 erstmalig als Heidenstieg erwähnt, führt an Königskrug vorbei. Als Heer- und Handelsweg war er von jeher stark frequentiert und bot den Reisenden schon damals Unterkünfte und Wirtshäuser an, als "Elendskapellen" bezeichnet. Besonders zu erwähnen sind außerdem die Überreste einer spätmittelalterlichen Turmburg, genannt das "Neue Schloss", die bei Ausgrabungen neben dem heutigen Gasthaus Königskrug entdeckt worden sind.-------------------- HD-Video Lfzt. 12 Min. -- bitte Foto anklicken
In meinem Video zeige ich neue und alte Aufnahmen von Königskrug und der Geschichte des Gasthauses sowie weitere interessante historische Begebenheiten. Mehr Informationen bietet die Spezialseite "Königskrug" unter Harz klick
Kleine Randerscheinung: in der Nähe von Soltau entdeckte ich einen kleinen Weiler - ebenfalls namens Königskrug… klick
Keine Wintersportkämpfe mehr im Harz?
Bereits Mitte November 2023 kam es überraschend zum ersten schneereichen Wintereinbruch im Harz. Er schwächelte zwar um Weihnachten herum, nahm jedoch im neuen Jahr sofort wieder Fahrt auf.
Bei ausreichender Schneedecke wären früher im Harz sogleich entsprechende Wettkämpfe angesetzt und durchgeführt worden. Ob Skispringen in Braunlage, Langlauf in Altenau, Rennrodel in Hahnenklee oder Ski-Alpin in St.Andreasberg zum Beispiel.
Woran liegt es? Fehlen motivierte Wettkämpfer, Funktionäre, attraktive Wettkampfstätten? Oder haben wir uns bereits auf eine komplett andere Winterwelt eingestellt mit zu nassem und mildem Wetter ohne ausreichende Schneeverhältnisse, wie es Experten ständig prognostizieren?
Vermutlich ein bisschen von allem. Für mich ein guter Anlass, auf eine deutsche Meisterschaft und einen erfolgreichen Wettkämpfer in der hohen Zeit des Harzer Wintersports zurückzublicken.
1) Ecki Friedrich berichtet von der Deutschen Meisterschaft 1952 --- klick
2) Wilhelm Schmidt, deutscher Spitzenlangläufer der 50 u. 60er Jahre, erzählt aus seiner Karriere klick
Der letzte Zeitzeuge
Im Video k
ommen mit Isa Wickenhagen, Herbert Junker und Wolfgang Rehmer drei Personen zu Wort, welche die 50er Jahre im jugendlichen Alter erlebt haben. Ihre Schilderungen stehen stellvertretend für ihre Generation und den Aufbruch im damaligen Nachkriegsharz. Mit Wolfgang Rehmer verstarb 2023 leider der letzte dieser Zeitzeugen. Video-Lfzt. 26:30 Min.
Kunstmaler Ferdinand Thomas
Zu den bedeutenden Söhnen der Stadt Braunlage gehört zweifelsohne der Kunst- und Landschaftsmaler Karl Friedrich Ferdinand Thomas, auc
h „Nante“ genannt. Bekannt sind vor allem seine Darstellungen des heimatlichen Waldes und der Hochmoore, daher auch sein Beiname „Moormaler“.
Geboren am 15.10.1858 in Hasselfelde lernte er von 1880 bis 1885 in der Landschaftsklasse bei Prof. Theodor Hagen, dem „Vater der Weimarer Malerschule“ auf der Großherzoglich Sächsischen Kunstschule in Weimar. Nach der Ausbildung arbeitete er für den dortigen Radierverein. Bereits 1887 erhielt er erste Auftragsarbeiten in Braunlage, wo er verwandtschaftliche Beziehungen unterhielt: Familie Kirchner, Besitzer der „Neuen Schenke“, später „Brauner Hirsch“.
1892 verließ er Weimar und wanderte nach Amerika aus In Ohio heiratete er 1893 Amalia Bertram. Nach Rückkehr aus Übersee zog er schließlich mit seiner inzwischen fünfköpfigen Familie 1908 nach Braunlage. Hier blieb und schuf Ferdinand Thomas bis zu seinem Tod 1921 klick. Für weitere Infos klick hier
Viel Schnee zu ungewohnter Zeit
Der Klimawandel verändert die Wetterverhältnisse. Viele Experten prophezeien seit Jahren, dass Kinder künftig kaum mehr Schnee erleben werden klick. Doch ganz überraschend kam es Ende November aus heiterem Himmel zu einem Wintereinbruch ungeahnten Ausmaßes – noch dazu im ganzen Land. Selbst Oberharzer Rentner, für die in den 50/60er Jahren dieses Phänomen eher zum winterlichen Alltag gehörte, rieben sich erstaunt die Augen.
Verwehte Straßen, nicht geräumte Parkplätze. In Bayern mussten sogar Bahnhöfe und Flughäfen gesperrt werden; Tausende von Reiselustigen quälten sich nächtens wie Obdachlose durch Städte und Einrichtungen auf der Suche nach einem warmen Plätzchen. Und damit ist nicht das Weihnachtsgebäck gemeint.
Nun hofft die Übernachtungsbranche hierzulande, dass die ungewöhnliche weiße Pracht – wenn schon, denn schon – möglichst noch lange anhält, zumindest jedoch über die Weihnachtstage und Neujahr. Das brächte zusätzlich warmen Regen in die Kassen und verbesserte den „Cashflow“ (früher: Umsatzüberschuss).
Ich machte mich Ende November bei erstem Schneefall auf den Weg für ein paar Fotos in Braunlage und Umgebung – und ein zweites Mal Anfang Dezember, als die Sonne eine herrliche Winterlandschaft ausleuchtete.
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Neue Feinde für den Waldwuchs
Nachdem sich der Harzer Wald durch Borkenkäferbefall flächendeckend verabschiedet hat, taucht neben der drohenden Nutzung der baumfreien Waldgebiete durch Windräder eine neue Gefahr auf: Kurzschwanzmäuse! Kein Scherz. Experten der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (wow - was für ein Name!) mit Sitz in Göttingen stellten fest, dass Erd-, Rötel-, Scher- und Feldmaus entweder die Wurzeln oder die Rinde von Setzlingen fressen. Besonders gern dort, wo schon viele Bäume abgestorben oder gefällt sind, viel Gras am Boden wächst und ein neuer Mischwald entstehen soll. Mit der natürlichen Folge, dass die Saat nicht aufgeht. Was tun? Vergraste Flächen vor Anpflanzung mähen oder chemische Mittel wie Glyphosat einsetzen? Wobei Chemie wegen immenser Bodenbelastung wohl nur allerletzte Wahl sein kann.
Es ist am Ende wie im richtigen Leben: geht es erstmal abwärts, häufen sich wie verhext weitere Probleme an. So werden uns die neu entstandenen Sichtachsen noch jahrzehntelang begleiten. Zumal niemand vorhersagen kann, welche neuen Herausforderungen auf dieser langen Strecke des Aufwuchses noch wa
rten ....
Vor zwei Jahren verfasste ich einen satirischen Beitrag zum „Waldsterben“ unter dem Titel „Die Filmkritik“. Aus gegebenem Anlass präsentiere ich mein Video jetzt an dieser Stelle. Video-Lfzt. 7:00 Min.
Ehrenfriedhof Oderbrück
Zu den stillen Tagen des Novembers gehört auch der Volkstrauertag, angeregt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und erstmalig veranstaltet am 1.März 1925 im Reichstag zum Ehrengedenken für die im 1.Weltkrieg Gefallenen. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Tag mehrmals unbenannt z.B. in Heldengedenktag und auch zu unterschiedlichen Jahreszeiten begangen.
Nach dem zweiten Weltkrieg fand 1950 die erste zentrale Veranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Bundestag zu Bonn statt. Bis zum heutigen Tage wird im Bundestag am vorletzten Sonntag vor dem 1.Advent eine Gedenkfeier durchgeführt, mit dem Sprechen des Totengedenkens durch den Bundespräsidenten. Ferner sollen Kriegsgräberstätten die Erinnerung an das Grauen von Kriegen und das sinnlose Blutvergießen wachhalten.
Zu dieser Erinnerungskultur gehört auch der Ehrenfriedhof Oderbrück, dessen Pflege und Erhalt vom Nationalpark Harz durch das Gräbergesetz gesichert wird. Die Einrichtung an dieser Stelle bereits 1946 hat folgenden Hintergrund: Mitte April 1945 stießen US-amerikanische Truppen bei ihrem Vordringen Richtung Braunlage zwischen Torfhaus und
Oderbrück auf heftigen Widerstand. Dabei fielen 90 deutsche Soldaten, ferner verloren 14 russische unbekannte Soldaten ihr Leben. Deren Anwesenheit hier vor Ort ist bisher noch immer nicht endgültig geklärt. Hingegen wurden die gefallenen US-Soldaten in ihrer Heimat begraben. Genaue Auskunft über das Geschehen geben verschiedene Schautafeln.
-HD-Video Lfzt. 6:30 Min.mit Erläuterungen
vom ehemaligen Kreisheimatpfleger K.G.Fischer
Seit 1945 gab es weltweit über 240 kriegerische Konflikte. Und es ist zu befürchten, dass aufgrund unterschiedlicher Ursachen die Zahl weiter steigen wird. Dazu ein Zitat von E.M.Remarque, dem Autor des Antikriegs-Bestsellers "Im Westen nichts Neues" ... klick
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